AEVU Zentrale
AEVU

Zeitbombe Mensch

Umweltbericht vom AEVU - 2011

Nicht nur ein weiteres Grad Erwärmung, sondern auch die Vergiftung der Erde und des Wassers ist eine noch schlimmere Katastrophe für alles Leben.


Heute bevölkern 7.0 Milliarden Menschen die Erde, 1900 war es nur eine Milliarde. 2020 werden es über acht Milliarden sein, wenn die Entwicklung nur so weiter geht wie bisher.
Heute haben wir noch weltweit ca. 13 Millionen Quadratkilometer Ackerland, das reicht jetzt schon nicht mehr zur Ernährung aller Menschen und doppelt so vielen Rindern und anderen Tieren.

Bis heute beutet in 100 Jahren die Menschheit auf der Welt nicht wiederkehrende Rohstoffe in einer Größenordnung von 70-80 % der Erdfläche aus. Es gibt aber nur eine Erde.

Durch die immer stärker werdende Wüstenausdehnung, steigenden Überflutungen und Erosionen werden sich die Ackerflächen bis 2020 um 1 - 2 Millionen qkm reduzieren. Um zu erkennen, von was dann die Menschen leben sollen, reicht das für alle Menschen einfache, bereits Anfang der Schulzeit gelernte "Ein-mal-eins", es geht nicht. Bis 2020 müssen wir mit einem weiteren Grad Erwärmung bei diesem Atom-, Kohle-, Gas- und Erdöl-Verbrennungswahnsinn rechnen, nicht wie die politische Gummibandrechnung, die das Ergebnis bis 2050 hinaus ziehen will, als ob man es per Gesetz befehlen könnte.

Wir haben nur noch maximal 10-12 Jahre oder weniger, dann hat die Menschheit nicht nur verheerende Klimakatastrophen zu erleiden, sondern auch gewaltige Ernährungsprobleme durch steigende Vergiftung, weil durch das Verlangen der zivilisierten Menschheit nach immer mehr Wohlstand in der globalisierten Welt jeglicher Verstand, (besonders durch die Gier nach Reichtum und Macht der Obrigkeit), verloren ging.

Jetzt kommt alles knüppeldick!


Wenn die Bevölkerungsexplosion und die Vergiftung und Erwärmung der Erde nicht gestoppt werden kann, und eine Wende hin zu umweltgerechten Energien, (weg von der fossilen Verbrennung und Atom) nicht erfolgt, drohen furchtbare Völkerkriege um den Rest von sauberem Trinkwasser und unvergifteter Erde. Es herrschen dann apokalyptische Zustände, Hungerweltkriege um das Trinkwasser, unregierbare Monsterstädte, und die irreparable Zerstörung der Umwelt. Diese Entwicklung ist so gefährlich einzuschätzen, wie die Ölverseuchung der Meere, die Vergiftung des Meerwassers und der Böden, das Zudrehen des Lufthahnes durch die weitere Zerstörung des Planktons im Meer, durch Säureentsorgung, auslaufendes Erdöl und Abfall der Chemiekonzerne ins Meer. Auch gehört das Abholzen der Urwälder dazu. 2005 berichtete WWF und UNO, dass Urwälder in einer Fläche halb so groß wie Deutschland jährlich abgeholzt werden. Bis 2035 wären die Urwälder weg. 5 Jahre später, 2010, ist es bereits eine Fläche wie ganz Deutschland, also wäre dann das Jahr 2020 der Zeitpunkt - was wir vor 10 Jahren bereits vorhersagten.

Die weitere Ausdehnung der Wüsten um über 600.000 qkm folgte, (eine Fläche wie Frankreich). Auch die in der Zerstörungskraft steigenden Hurrikane, Stürme und Überflutungen und im Wechsel mit wochenlangen Hitzeperioden mit Temperaturen über 40°C sind Ergebnisse der Erwärmung. Hiervon wird zu wenig berichtet, beides sind unsere Sauerstoffquellen.

Das alles hat schlimme Folgen:

Durch das immer stärker werdende Abschmelzen der Gletscher und als Folge das Austrocknen der Flüsse können unsere Atom-Gas- und Kohlekraftwerke nicht ausreichend gekühlt werden. Deren Anteil an der Stromversorgung beträgt in Deutschland ca. 80%. Alle drei Arten sind Verbrennungskraftwerke und müssen gekühlt werden, deshalb wurden sie an Flüssen gebaut. Ohne Wasserkühlung müssen sie abgeschaltet werden. Dadurch kann es längere Stromausfälle geben. Unsere Gesellschaft ist total vom Strom abhängig, es ist eine Katastrophe, ohne Strom geht fast nichts mehr. Keine Heizung, kein Wasser, kein Kühlschrank, kein Fahrstuhl, kein Fernsehen, Bank oder Supermarkt. Auch deshalb muss die Umstellung auf saubere Stromerzeugung dezentral mit Techniken ohne Kühlung erfolgen, wie wir sie bieten können.

Die weitere Erwärmung kann eine verheerende Kettenreaktion auslösen!

Durch das begonnene Auftauen der Perma-Frostböden in Alaska, Sibirien und Kanada entweichen viele Millionen Tonnen dort im Eis eingebundenes, nicht förderbares Methangas. Dieses giftige Gas erhöht die Erwärmung der Atmosphäre im Verhältnis zum Kohlen-dioxid um das 23fache. Das bedeutet, dass jedes Methanmolekül die Wirkung um 23 Mal CO2 Moleküle erhöht. Durch die Überdüngung der Äcker mit Stickstoff und Phosphat und die zu hohe Viehhaltung entsteht eine Menge Lachgas, ein Treibhausgas, das rund 310mal soviel Wirkung hat wie Kohlendioxid. Ca. 25% des Umweltschadens kommt aus der Landwirtschaft durch Überdüngung und zu viel Viehhaltung. Wenn die Menschen nur 10% weniger Fleisch essen würden, könnten die 1,5 - 2 Milliarden hungernden Menschen ernährt werden, durch freie Ackerflächen für gesunde Nahrung.

Die Menschen sind Mitverursacher der steigenden Erwärmung, indem sie immer mehr fossile Rohstoffe verwenden, obwohl es für alle notwendigen Energien verschiedene andere Lösungen gibt, ohne Umweltzerstörung - und ohne Luft- und ohne Bodenvergiftung.

Die Folgen sind bereits jetzt verheerend, das Klima spielt verrückt:
Die große Gefahr der weiteren Erwärmung wurde von der Politik und auch den Menschen durch den steigenden globalisierten Wachstums-wahnsinn mit immer mehr Energieverbrauch einfach nicht ernst genommen. Jetzt bekommen alle die Quittung. Schneerekorde und Kälte in Asien, Europa und Nordamerika, Hitzewellen bis 45° und Dürre in Südamerika, Afrika und bald auch in Europa. Dies ist erst der Anfang nach ein Grad Erwärmung des letzten Jahrhunderts. Jetzt kann sich jeder ausrechnen was passiert, wenn innerhalb von 10 Jahren ein weiteres Grad Erwärmung hinzukommt. Das sind die Gründe, warum unsere Ökosysteme kippen, davor hat der AEVU bereits vor fünfzehn Jahren gewarnt. Jetzt ist auch beim WWF und anderen bekannten Ökoinstituten Alarmstufe rot.

Frage: wieso bei der Erwärmung so hohe Kälteperioden?
Durch die globale Erwärmung gibt es mehr Wärmeenergie in der Atmosphäre. Der damit verbundene Energieaustausch sorgt unter anderem für extreme Wetterbedingungen mit starken Strömungen. Die Hitze auf der Südhalbkugel der Erde gehört ebenso dazu wie die Kälte im Norden. Trotz des langen und kalten Winters 2010 (November/Dezember) war das Jahr 2010 gesamt gesehen das wärmste der Temperaturaufzeichnungen.

Kippt jetzt unser ganzes Klima ins Extreme?

Namhafte Experten und Institute warnen davor, dass wichtige Ökosysteme ohne Vorwarnung zusammenbrechen könnten. Seit über 20 Jahren stieg jährlich die Temperatur. Forscher sprechen von Kipp-Punkten. Laut WWF sind besonders die Regenwälder in Südamerika und Asien, die Arktis und die Gletscher, der Golfstrom, der Sommermonsun und das grönländische Inlandeis gefährdet. Wenn diese Ökosysteme kippen, würden sie sich nie mehr erholen. Auf die Frage, wann es zum Kippen kommt? Solche Prozesse sind nicht vorhersehbar, sie können innerhalb kürzester Zeit passieren, beim Golfstrom fast stündlich, dann wird ganz Europa bis zum Mittelmeer zur Dauereiswüste.
Natürlich gibt es Diskussionen, die diese Probleme in Frage stellen und als Klima- oder Ernährungslüge betitelt werden. Dann muss man sich auch die Frage stellen, wem schadet wirtschaftlich diese Entwicklung, und warum werden aus dieser Industrieecke gigantische Geldsummen an Leute bezahlt, um diese Lügen zu verbreiten? Das starke Rauschgift Heroin wurde bis 1972 von Bayer noch als Hustensaft verkauft. Auch die Dioxinvergiftung wurde viele Jahre verniedlicht und besorgte Menschen, die davor warnten, werden weiter als Panikmacher beschimpft. Auch hierfür, wie bei anderen Skandalen wird ohne Skrupel sehr viel Geld bezahlt, um Verunsicherungen zu schüren, bzw. umgekehrt, wenn es den mächtigen Konzernen hilfreich ist.

Was sollte und kann jeder tun? Helfen Sie mit, dass die fossile Verbrennung und die Vergiftung der Gewässer und der Böden schnell gebremst werden kann. Weniger Gift ist gut für alle Menschen, Dafür gibt es gute Lösungen, sie müssen aber schnell umgesetzt werden. Unterstützen auch Sie durch Ihre Mitgliedschaft den Europäischen Verbund für Umweltschutz und die Genossenschaft für umweltgerechtes Leben. Mit starkem Druck von der Basis kann schnell sehr viel erreicht werden, zumal viele alternative Produkte wie ungiftige Nahrung und nicht fossile Energien auch viel preiswerter sein können, als die bisherigen.